Hotel Intercontinental Davos

Architekturfotografie Davos Hotel Intercontinental

Architekturfotografie Davos: Abgerundete Fassadenformen sind eine Herausforderung für Architekten und Konstrukteure, insbesondere, wenn diese sich über ein gesamtes Gebäude erstrecken. Mit dem InterContintental Davos ist ebendies geglückt. Wie ein goldenes Ei ragt es über dem Luftkurort empor.

 

Davos, aufgrund seiner hohen Lage 1.560 Meter über dem Meeresspiegel als Skigebiet und Luftkurort beliebt, ist für seine herausragende Architektur und Gebäude der Superlative weltbekannt. Ein solches Projekt ist auch das Hotel InterContinental. Wie ein goldenes Ei liegt es im Sonnenlicht da, in einem Nest aus schneegezuckerten Tannenwipfeln. Nach nur dreijähriger Bauzeit wurde das Großprojekt im Dezember 2013 eröffnet, 250 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet rund 213 Millionen Euro betrugen die Baukosten. 216 Zimmer und Suiten sowie 38 Residenzen, ein Konferenz- und Tagungsbereich, Spa und Saunalandschaft sowie Restaurant, Bar und Lounge-Areale bieten gut situierten Gästen ein Hotel-Erlebnis, bei dem kein Wunsch mehr offen bleibt. Der Ausblick über den Davoser See sowie die Stadt, das Gipfelpanorama der Davoser Alpen und die angrenzenden Skigebiete bilden darüber hinaus ein Erholungsangebot der Extraklasse.

Goldener Glanz auf 820 Tonnen Stahl

Mit dem InterContinental Davos betreibt die InterContinental Hotels Group (IHG) nach Berchtesgaden ihr nunmehr zweites Mountain-Resort in den Alpen. Als Bauherrin fungierte die Credit Suisse AG während die Münchner Oikios GmbH sowie die Baulink AG aus Davos als Architekten verpflichtet wurden. Doch wie passt die extravagante Erscheinung in eine Bilderbuchlandschaft aus Heustadeln, Holzhäusern und Satteldächern? Die Antwort dürfte in ihrer makellosen Harmonie liegen. Mit seinen zehn Stockwerken und 42 Metern Höhe ragt das InterContinental erhaben, geradezu sphärisch über Davos auf und fügt sich doch ganz natürlich in seine Umgebung aus Berggipfeln und Tannenwipfeln. Inspiriert von der Oberflächenstruktur eines Kiefernzapfens fließen die Bänder der Außenhülle kaskadenförmig ineinander und verleihen ihr eine organische Struktur, die in einem perfekt gekrümmten Oval, oder eben einem Ei, kumuliert. Geschmeidig und doch präzise schmiegen sich die insgesamt 791 Module an den orthonogonalen Unterbau. Jede einzelne der Spandrillen wurden vom Fassadenhersteller seele eigens angefertigt und ist damit ein Unikat. Insgesamt kamen hierfür 820 Tonnen rostfreier Stahl zum Einsatz. Den goldenen Glanz erzeugt ein champagner-farbenes, metallisches Oberflächenfinish, welches in einem speziellen Verfahren aufgebracht wurde.

Interior Design mit alpinem Vorbild

Von der Stockholmer Living Design Group AG wurde schließlich das Interior Design entwickelt. Glas, Holz, Marmor: für die Innenausstattung wurden überwiegend Naturmaterialien zu edlen Werkstoffen verarbeitet, die dem Interieur einen extravaganten Charme verleihen. So entsteht Luxus, ohne dekadent zu wirken. Formende Kraft ist jedoch das Licht. Mehrere Lichtplaner und Lichtkünstler, allen voran Moritz Waldemeyer und Natasa Rajic entwickelten die verschiedensten Assoziation alpiner Szenarien wie etwa von Schneeverwehungen im winterlichen alpinen Hinterland. Die exklusive Lichtsteuerung setzt gezielt Akzente in der Raumwirkung. So vermittelt etwa blaues Licht Ruhe und Gelassenheit, Abkühlung vom Tagesstress, Regeneration und Erholung. Vouten, Downlights mit verschiedenen Ausstrahlwinkeln, Wallwasher, dekorative Kronleuchter und Wandleuchten greifen ineinander um die jeweils gewünschte Stimmung zu erzeugen. „Experience through the mountains“ nennen die Designer die Leitidee, mit der die Besucher dem Gebäude begegnen sollen: die Alpinwelt mit ihren vielen Facetten soll sich im Interieur widerspiegeln. Die jeweiligen öffentlichen Bereiche sind dementsprechend verschiedenen alpinen Themen zugeordnet, beispielsweise dem ersten Schneefall oder dem Spaziergang durch ein Tal. Oberflächenmaterialien, Farben und Formen schaffen dabei Atmosphäre und Emotionen. Wenngleich allerorts große Dimensionen anzutreffen sind, wie etwa das 28 Meter lange Lichtobjekt mit 1.400 Glaskugeln in der Eingangshalle des Hotels, so steht doch der Rückzug in`s Private im Mittelpunkt. Cocooning nennen Innendesigner diesen Trend der Raumgestaltung. Aus dem öffentlichen Raum des Hotels wird der private Rückzugsort. So dürften sich Erholungstouristen wie Business-Gäste im Intercontinental gleichermaßen zuhause fühlen.

Hotelerlebnis der Superlative

Auf zehn Stockwerken bietet das Intercontinental Platz für 216 Zimmer sowie 38 Residenzen, die allesamt den Blick auf die Stadt Davos mit ihrer schneebedeckten Bergkulisse genießen. An keiner Stelle wurde hier an Annehmlichkeiten gespart. Großzügige Restaurant- und Lounge-Bereiche erfüllen alle kulinarischen Wünsche und bestechen durch ihre außergewöhnlichen Designkonzepte. Gemütliche Ruhezonen sorgen im gesamten Hotel für eine diskrete Wohlfühl-Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist das „Alpine SPA“, das auf rund 1.200 Quadratmetern zwölf Behandlungsräume, einen Fitness-Raum, einen Friseur, einen Innen- und Außenpool, sowie Ruheräumen und eine großzügige Saunalandschaft beherbergt. Der Tagungs- und Konferenzbereich umfasst weitere 1.500 Quadratmeter. Herzstück ist der große Ballsaal, der in drei autarke kleinere Räume unterteilt werden kann. Moderne und attraktive Boardrooms mit vorgeschalteter Pre-Function-Fläche für kleinere Besprechungen bieten eine angenehme Arbeitsumgebung. Im aufwendig gestalteten Kinderbereich sorgt der Globini Kids Club für Spaß bei den Kleineren während sich im Sixteendhundred Teens Club Jugendliche mit eigenem Kino, Billardzimmer und Spielkonsolen die Zeit vertreiben können. Den wahrhaft krönenden Abschluss bildet jedoch die Sky-Lounge im zehnten Obergeschoss. Hier sorgen die vom Londoner Büro Blue Sky Hospitality geplante Bar „Studio Grigio“ und das exklusive Restaurant für unvergessliche Momente mit einzigartigem Panoramablick auf die umliegende Bergkulisse. Damit dürfte Ernst Wyrsch, Präsident des Hotelierverbands Graubünden, wohl richtig gelegen haben, als er das InterContinental Davos als „neues Flaggschiff der Stadt“ bezeichnete.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Dokumentation umgesetzt.

 

Architekturfotografie Davos Hotel Intercontinental

Davos Hotel Intercontinental

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Davos Hotel Intercontinental

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Davos Hotel Intercontinental

 

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Hotel Intercontinental Davos bei Wikipedia
Hotel Intercontinental Davos bei German Architects