Seniorenwohnheim Nördlingen

Architekturfotografie Nördlingen Seniorenwohnheim

Architekturfotografie Nördlingen: Im ruhigen Wohngebiet außerhalb des Nördlinger Stadtkerns wurde ein eindrucksvolles Seniorenwohnheim errichtet. Hohe Energieeffizienz und optische Details zeichnen diesen Bau aus.

Spezielle bauliche Anforderungen und Aspekte rund um die Gesundheitsversorgung gilt es beim Bau von Seniorenwohnheimen zu berücksichtigen. Im schwäbischen Nördlingen wurden vom Architekturbüro Erich Lokietsch die hohen Ansprüche mit reizvoller Architektur aufgewertet. Für den Bauherrn der Anlage, die gemeinnützige Baugenossenschaft Nördlingen, war zudem die Ausführung nach dem Energiestandard KfW-70 von zentralem Interesse. Innerhalb von 15 Monaten entstand ein eindrucksvoller, barrierefreier Bau mit raffinierten Details in einem ruhigen Wohngebiet außerhalb der Nördlinger Kernstadt.

Der mehrstöckige Quader liegt inmitten eines ruhigen Wohngebiets. Abgeschirmt durch zwei Mehrfamilienhäuser reduziert sich die Lärmbelästigung durch die naheliegende Durchgangsstraße auf ein Minimum. Im Umfeld befinden sich vielseitige Freizeitangebote, darunter auch das bekannte bayerische Eisenbahnmuseum. Zahlreiche historische Dampflocks und Wagons laden ein, die Ursprünge des Schienenverkehrs kennenzulernen.

Klare Linien, bunte Details

Der Zugang zum Gebäude erfolgt an der Nordseite. Bereits hier beeindruckt der Bau mit einem repräsentativen Eingangsbereich: Die großflächige Verglasung des Treppenhauses wird baulich mit einem in Taubenblau gestrichenem Vorsprung in Szene gesetzt. Geschützt wird der Eingang mit einem weiteren, in kräftigem Rot gestalteten Vorbau. Beide architektonischen Details brechen mit der strikten Quaderform und setzen dennoch die linearen Gestaltungsprinzipien fort. Vom breiten, mit Aufzug ausgestatteten Treppenhaus ausgehend befinden sich die Wohneinheiten mit je kleinen Fenstern zur Nordseite. Einen Kontrast zu den traditionsreich gestalteten Gebäuden im umliegenden Wohngebiet stellt die moderne Fassadengestaltung des Seniorenwohnheims dar. Auf der grundständigen weißverputzten Fassade wurden die Verglasungen durch farbliche Paneele hervorgehoben. In Rot sowie verschiedenen Grau- und Blaunuancen unterstreichen sie die Symmetrie des Baus und verleihen ihm einen zeitlosen Charakter. Das dritte Obergeschoss wurde mit besagten Paneelen umlaufend verkleidet und bildet einen simplen Farbverlauf ab.

Analog zur Nordseite bricht auch die Südseite in nur wenigen architektonischen Details mit der gewählten Grundform des Gebäudes. So schafft beispielsweise die teilweise Zurücksetzung des obersten Geschosses an der Südseite einen geräumigen Außenbereich und verleiht der Ebene Penthaus-Flair. Überdacht wird der oberste Aussichtspunkt im Seniorenwohnheim von einer markanten Auskragung, die sich über die ganze Länge des Gebäudes erstreckt. Auf den anderen Etagen werden Aussparungen an den Ecken des Baus zu sonnigen Terrassen und Balkonen. Auf dieser Gebäudeseite prägen raumhohe, schlanke Fenster die Fassade, die ebenfalls durch farbige Paneele akzentuiert werden. Außenliegende Jalousien bieten bei Bedarf zuverlässigen und komfortablen Sicht- und Sonnenschutz. In Summe bietet der Bau mehr als 1.000 Quadratmeter Wohnfläche.

Bauphase

Neben der barrierefreien Ausführung stand seitens des Bauherrn die Erreichung des Energiestandards KfW 70 im Vordergrund. Problemlos erreicht werden konnte dieser mithilfe Dämmstoff verfüllter Planziegel von Mein Ziegelhaus in einer Stärke von 36,5 Zentimetern. Durch seine hohe Eigenmasse besitzt Ziegel eine hohe Wärmespeicherkapazität. Dadurch ist er als Wandbaustoff für Gebäude mit einer ambitionierten energetischen Zielsetzung prädestiniert. Maßgeblich für die Wohnqualität ist zudem der Schallschutz. Für einen Bau mit mehreren Wohneinheiten sollten sowohl die Außenwände, als auch die Innenwände gute Schalldämmwerte aufweisen. Aus diesem Grund wurden für das Seniorenwohnheim auch die Innenwände in Ziegelmauerwerk ausgeführt. Bewohner des Seniorenwohnheims profitieren zusätzlich von einem angenehmen Raumklima. Der ökologische Spitzenreiter Ziegel besteht aus den natürlichen Materialien Ton, Sand und Wasser. Im Laufe des Herstellungsverfahren erhält er seine charakteristische, offenporige Beschaffenheit. Diese ist ausschlaggebend für die feuchteregulierende Wirkung des Wandbaustoffs. In den Wohn- und Aufenthaltsräumen herrscht so stets ein komfortables und gesundes Raumklima.

Haustechnik

Für die Erreichung des KfW-70-Standards ist ein energieeffizientes Heizsystem essentiell. Bauherr und Planer entschieden sich für Gasbrennwerttechnik in Kombination mit einer Solaranlage, die zur Unterstützung des Heizsystems eingebunden wird. Der Endenergiebedarf liegt bei 36,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, der Primärenergiebedarf bei 42,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Reportage umgesetzt.

 

Architekturfotografie Nördlingen Seniorenwohnheim

Nördlingen Seniorenwohnheim

Architekturfotografie Nördlingen Seniorenwohnheim

Nördlingen Seniorenwohnheim

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Nördlingen Seniorenwohnheim

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Nördlingen Seniorenwohnheim

Architekturfotografie Nördlingen Seniorenwohnheim

Nördlingen Seniorenwohnheim

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Seniorenwohnheim Nördlingen bei Stengel-Ziegel