Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Davos: Die Architekturen des Alpenraumes stehen wie keine andere Baukunst für Tradition und Verwurzelung. Doch auch hier bleibt Erneuerung nicht aus. Dem Team von Think Architecture ist es gelungen, mit der Neuinterpretation der Bündner Alpinarchitektur ein modernes und dabei äußerst behagliches Wohnquartier in einer imposanten Berglandschaft zu schaffen.

 

Davos ist als Luftkurort und Wintersportgebiet bekannt und beliebt. Mit knapp 12.000 Einwohnern ist der Ort gut überschaubar, wartet jedoch mit einer kulturhistorisch interessanten und abwechslungsreichen Stadtgeschichte auf. Wandern, Mountainbiking, Segeln, Klettern: aktive Menschen werden sich in Davos nicht langweilen. Genießer hingegen finden ein reichhaltiges Angebot an Wellness und Kulinarik. Auch bauhistorisch hat Davos einiges zu bieten. Die alpine Berg- und Kulturlandschaft Graubündens ist von Burgen, Herrenhäusern, mittelalterliche Kirchen und alten Bauernhäuser geprägt. Gleichwohl finden sich auch herausragende Beispiele jüngerer Architektur. Ein Exempel statuierte jüngst das Team von Think Architecture, das in prominenter Lage am Ortsrand von Davos, mit unverbautem Blick auf den See und die vorgelagerte Wiese, zwei moderne Wohnhäuser mit insgesamt 27 Wohnungen in Anlehnung an die traditionelle Bündner Architektur realisierte.

Die beiden Wohnhäuser wurden über eine großzügige, parkähnliche Grünanlage miteinander verbunden und sind über diese auch direkt an die Seeumgebung angeschlossen. Obwohl am Ortsrand gelegen, sind sowohl das Dorf als auch der See mit seinem Spazierweg, Restaurants und die Bergbahnen sowie die wichtigen Verkehrsachsen im Handumdrehen erreichbar. Vier Jahre vergingen von der ersten Planung bis zur Fertigstellung, kein langer Zeitraum angesichts der unkonventionellen Grundriss- und Formengestaltung. Ein Punkt- und ein Langhaus bilden das Ensemble, bei dem bewusst auf geradlinige Fassaden verzichtet wurde und stattdessen bereits die Außenhülle, in Anlehnung an die umliegenden Gipfelmassive, asymmetrisch gebrochen wird. Loggien sitzen als großformatige Öffnungen in der Fassade. Leicht versetzt zueinander beleben sie mit den Fenstern die Außenansicht. Jedes Fenster besteht aus einer großflächigen Festverglasung sowie einem schmäleren Lüftungsflügel. Ein mineralischer, grober Rillenputz, in den Glimmerpartikel eingestreut wurden, verleiht der Fassade eine charmante Anmutung. Die dunkel gebeizten Fensterstöcke werden von einem weißen Modellierputz auf der sonst graubeigen Fassade ansprechend umrahmt und erinnern an die traditionelle Bündner Alpinarchitektur. Beide Gebäude wurden mit Tiefgarage sowie drei oberirdischen Geschossen ausgeführt wobei im Langhaus 18 Wohnungen und im Punkthaus neun Wohnungen umgesetzt wurden.

Wie schon die Außenhüllen wurden auch die Wohnungsgrundrisse asymmetrisch angelegt, um auch hier die montane Umgebung wieder aufzugreifen. Über die großdimensionierten, teils deckenhohe Fensterelemente gelangt viel Licht in sämtliche Zimmer, die Panoramaverglasungen geben den Blick auf die umliegenden Bergmassive frei. Um das Gefühl der Weite auch in den Wohnräumen beizubehalten, wurden die Küchen überwiegend mit dem Wohnzimmer zusammengeschlossen. So entstehen große Aufenthaltsflächen die stets Lichtdurchflutet und hell sind. Vorgefertigte Einbauschränke in Naturholz und ebenso voreingebaute Küchen in identischem Design überlassen auch in Sachen Innenarchitektur nichts dem Zufall. Helle Naturholzböden verleihen sämtlichen Wohnräumen eine rustikale Gemütlichkeit und sind als nachhaltiges Baumaterial gleichzeitig so modern wie nie. Alle Wohnungen verfügen über hochwertig ausgestattete Bäder mit WC und Badewanne noch über ein separates WC, welches in den meisten Fällen noch mit einer Duschwanne ausgestattet wurde. Durch die Asymmetrie wirken die Wohnungen unkonventionell und dennoch behaglich. Gedeckte Loggien runden den Wohnkomfort ab. Während im Punkthaus je eine große, von allen Räumen aus zugängliche Loggia installiert wurde, verfügen die Wohnungen im Langhaus über zwei kleinere Loggien und geben den Blick damit gleich in zwei Richtungen auf die beeindruckende Montanumgebung frei. Alle Häuser wurden außerdem im MINERGIE-Standard ausgeführt, der mit den deutschen EnEV-Vorgaben vergleichbar ist. Den Architekten gelang es damit, zeitgenössische Architektur mit traditionellen Elementen lokaler Baukunst zu verschmelzen. Dadurch entstand ein äußerst gefälliges und zudem wohnliches Bauprojekt, welches Vergangenheit und Gegenwart überzeugend in sich vereint.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Reportage umgesetzt.

 

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

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