Wohncarrée Schwäbisch Hall

Architekturfotografie Wohnanlage Schwäbisch Hall Röwisch

Architekturfotografie Schwäbisch Hall: Im Baden-Württembergischen Schwäbisch Hall hat das Planungsbüro Lamparter und Partner aus Crailsheim für die Röwisch Verwaltungsgesellschaft mbH ein facettenreiches Wohncarrée mit visionärer Grünanlage in einer attraktiven Wohnumgebung realisiert. Ziel war es, einzigartigen und vielseitigen Wohnraum zu schaffen. Lichtdurchflutete, offene Räume und große Abstandsflächen zwischen den Gebäuden sorgen für ein Wohngefühl der besonderen Art. 

Schwäbisch Hall befindet sich im fränkisch geprägten Teil Baden-Württembergs. Die Stadt mit knapp 40.000 Einwohnern ist bekannt für die Tradition der Salzsieder und für den Heller, eine frühere deutsche Münze vom Wert eines halben Pfennigs. Trotz seiner überschaubaren Größe kann Schwäbisch Hall mit etlichen Attraktionen aufwarten: Fachwerkbauten prägen das malerische Bild der Altstadt. Neben vielen verschiedenen Museen, Theaterveranstaltungen, Kunst und Stadtfesten sind die Großcomburg, ein ehemaliges Benediktinerkloster, die Burgruine Limpurg und der Aussichtsberg Einkorn beliebte Sehenswürdigkeiten in der nahen Umgebung. Egal ob Familien mit Kindern oder Menschen im Seniorenalter, für jeden hat die Region vielfältige Freizeitangebote.

Der Stadtteil Hessental liegt etwas abseits des Zentrums, am Rand von Haller Ebene und Fränkisch-Schwäbischem-Wald. Der größte Stadtteil Schwäbisch Halls wartet mit einem großzügigen an sozialen Einrichtungen, besonders für die Kinderbetreuung, auf. Auch die Nahversorgung durch Einzelhandel und Gastronomie ist effizient ausgebaut. Hessental liegt etwas abseits des Haller Stadtzentrums, inmitten grüner Wiesen und Felder. Ein groß angelegtes Neubaugebiet befindet sich am Stadtrand, mit Blick auf die umliegende Landschaft. Hier hat das Planungsbüro Lamparter und Partner aus Crailsheim für die Röwisch Verwaltungsgesellschaft mbH ein vielseitiges Wohncarrée mit weitläufiger Grünanlage realisiert.

Verteilt auf acht Baukörper mit einer Wohnfläche von insgesamt 6.409 Quadratmeter konnten 80 Wohneinheiten sowie 117 Parkplätze – 87 in Garagen, 30 im Freien – realisiert werden. Parkähnliche Grünflächen bilden das Herzstück der Wohnanlage. Mindestens 200 Menschen finden hier endlich Wohnraum. Denn in Schwäbisch Hall und Umgebung werden kaum Flächen für den Geschosswohnungsbau ausgewiesen. Umso erfolgreicher konnten sämtliche Wohneinheiten in Rekordzeit vermarktet werden. Insgesamt wurde ein Verkaufsvolumen von 18 Millionen Euro erzielt. Und das, obwohl nur gut 30 Prozent der Grundstücksfläche bebaut wurden.

Modernes Wohnquartier mit viel Licht und üppigem Grün

Als gestalterische Form legten die Architekten Kubus und Quader zugrunde. Die maximal fünfgeschossigen Baukörper sind aneinander gestaffelt, die Gebäudeteile untereinander verbunden. So entsteht eine geschlossene Einheit und gleichzeitig eine Schallschutzwand nach außen. Auf vier Vollgeschosse wurde jeweils ein Staffelgeschoss gesetzt. Penthäuser und Dachterrassen sowie Flachdächer schließen die Gebäude nach oben hin ab. Die weiße Fassade wurde mit farbig abgesetzten Rechtecken aufgelockert und wirkt dadurch offen und freundlich.

Von den großzügigen Balkonen aus kann man den Blick über die gesamte Mittelhöhe bis zum Einkorn schweifen lassen. Ebenso groß dimensionierte Fensterelemente sorgen für ein hohes Maß an Lichteinfall, was den Planern ein Hauptaugenmerk war. Insgesamt verfügen die Wohnungen über eine anspruchsvolle Ausstattung: Fußbodenheizung, Videosprechanlage, elektrische Rollläden, Schallschutzfenster und Aufzüge, die bis ins Tiefgaragengeschoss führen gehen über die übliche Standardausstattung hinaus. Der Zugang zu den einzelnen Wohnungen wurde barrierefrei gestaltet. So bietet das Objekt Wohnraum für Menschen jeden Alters.

Eine besondere Herausforderung war die Elektroinstallation. Da auf Wünsche der einzelnen Eigentümer eingegangen wurde, erhielt jede Wohnung ihre individuelle Elektroverteilung. Insgesamt waren rund 250 Handwerker auf der Baustelle beschäftigt. Eine Herausforderung, die alle Beteiligten vorbildlich meisterten. Um die Kosten zu senken, wurden die Gebäude nur teilweise unterkellert. Dieser zusätzliche Stauraum sei von vielen Eigentümern gar nicht mehr gewünscht, so die Planer. Stattdessen wurden die 87 Garagenstellplätze erdgeschossig untergebracht und auf eine Tiefgarage im eigentlichen Sinne verzichtet.

Das Herzstück der Wohnanlage ist jedoch zweifelsfrei die großzügig angelegte Grünanlage. Detailreich wurde diese in verschiedene Bereiche untergliedert. Zentraler Punkt ist ein Wasserspiel mit Sitzbereich und begrünter Pergola. Holzelemente dienen der Bodenbefestigung. Über Kieswege gelangt man zu dieser idyllischen Ruheinsel. Hölzerne Sichtschutzelemente trennen den Aufenthaltsbereich von den Fahrwegen. Hecken und Gräserrabatten untergliedern die Außenfläche in mehrere Parzellen und schaffen so einen beinahe nahtlosen Übergang zur umliegenden Landschaft.

Die Bausubstanz

Planer und Bauherr entschieden sich bei dem Projekt ab dem zweiten von drei Bauabschnitten für eine Ausführung mit dem Baustoff Ziegel. Ziegel ist für den Geschosswohnungsbau besonders geeignet und erfüllt für diesen auch sämtliche Förderrichtlinien. Hohe Stabilität und damit ein dauerhafter Werterhalt zeichnen diesen ökologischen Baustoff aus. Als eines der ersten von Menschenhand hergestellten Baumaterialien gilt der Ziegel heute wieder als innovatives Bauprodukt. Die Außenwände sind wind- und luftdicht und deshalb absolut regenundurchlässig. Da der mineralische Ziegel keine Allergene aufweist, ist er auch für Allergiker bestens geeignet.

Typischerweise besitzt der Ziegel außerdem hervorragende Brand- und Lärmschutzeigenschaften, was ihn nochmals für den Geschosswohnungsbau prädestiniert. Die guten Wärmedämmeigenschaften des Ziegels wiederum ermöglichen die Umsetzung von KfW-Standards. So lassen sich auch anspruchsvolle Bauprojekte wirtschaftlich und gleichzeitig hochwertig umsetzen.

Energieeffizienz

Neben den positiven Eigenschaften des Baustoffes Ziegel kommt in Sachen Energieeffizienz ein Einsparkonzept mit dezentraler Teilbe- und Entlüftung inklusive Wärmerückgewinnung zum Tragen. Dabei wird die Abluft über einen Wärmetauscher geleitet wo sich die Wärme der Abluft auf die einströmende Frischluft überträgt. Moderne Geräte erreichen dabei einen Rückgewinnungsgrad von nahezu 100 Prozent. Die hieraus resultierende Energieeinsparung macht sich bei den Nebenkosten für Heizungswärme mitunter deutlich bemerkbar.

Zur Wärmeerzeugung entschied man sich für Fernwärme als Energieträger. Eigens für die Baugebiete „Mittelhöhe V bis VIII“ wurde von den Stadtwerken Schwäbisch Hall ein Heizkraftwerk mit Kraftwärmekopplung (KWK) errichtet. Diese Technologie ermöglicht einen Primärenergiefaktor von bis zu 0,0 Prozent, denn überschüssige Energie wird entweder zu Strom oder zu Wärme umgewandelt und verpufft nicht ungenutzt. Geringere Kosten und deutlich weniger Emissionen zeichnen diese Art der Energiegewinnung aus.

Den Planern gelang es, in einer Bauzeit von nur 20 Monaten dieses anspruchsvolle Großprojekt erfolgreich umzusetzen und ökologisch wie energetisch hochwertigen Wohnraum zu schaffen.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer Wohnungsbaureportage umgesetzt.

 

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Lamparter & Partner Architekten bei heinze.de
Homepage Röwisch Wohnbau