Kategorie: Architekturfotografie

Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Poing: Der Kirchenbau zählt sicherlich zu außergewöhnlichsten Schauplätzen des Baugewerbes. In Poing trifft das gleich in mehrfacher Hinsicht zu. Die neue Kirche ist nicht nur optisch ein Unikat. Schon während der Bauzeit rückte sie die Menschen näher zusammen.

Am 3. November 2015 wurde der Grundstein für die neue Pfarrkirche in Poing gelegt. Im Juni 2018 sind die Arbeiten abgeschlossen. Rund 350 Menschen finden im neuen Pfarrzentrum Platz für die ökumenische Begegnung. Doch nicht nur kirchlich, auch städtebaulich ist der Sakralbau ein Ort der Annäherung. Die beiden durch die S-Bahn-Linie getrennten Poinger Ortsteile, seit jeher ein großes Thema in der Kommunalpolitik, sollten mit dem Bauwerk endlich ein Bindeglied erhalten. Und so lautet auch das Motto der örtlichen Pfarrgemeinde, unter dem die Weihe stattgefunden hat: „Menschen verbinden“. Tatsächlich rückten bereits während der Bauphase die Menschen nahe zusammen, denn der Bau entstand sozusagen in konfessionsübergreifender Zusammenarbeit. Nach den Entwürfen des Münchner Architekturbüros Meck, die sich im Wettbewerb gegen 35 weitere Teilnehmer durchgesetzt hatten, errichteten Handwerker aus aller Herren Länder und verschiedenster Konfessionen gemeinsam das strahlende Gotteshaus. Auch wenn sich die Fertigstellung wegen Insolvenz des Fassadenbauers verzögerte, so darf sich Kirchengemeinde von Poing bereits jetzt über ein neues Schmuckstück freuen.

Fassade der besonderen Art

Auch wenn der Neubau äußerlich dem typischen Kirchenbild komplett widerspricht, so lässt sich ihm eine geradezu göttliche Erhabenheit nicht absprechen. Auf einer Grundfläche von 30 mal 30 Metern sowie weiteren 30 Metern in der Höhe präsentiert sich die Kirche geradezu wie ein Fels, auch wenn sie nicht dem heiligen Petrus, sondern dem Patrozinium Seliger Pater Rupert Mayer geweiht ist. Die Fassade wird aus 15.000 weißen, dreidimensionalen Kacheln gebildet. Der Dachaufbau entsteht durch unterschiedliche, gegeneinander gestellte Flächen. Abhängig vom Einfall des Sonnenlichts lumineszieren die Keramikziegel in unterschiedlichen Farben und machen die Kirche zur „weithin sichtbaren Stadtkrone“, wie es Architekt Professor Andreas Meck ausdrückte. Glockenträger sowie Pfarrheim spielen gegenüber dem Solitär eine untergeordnete Rolle. Das Glockenspiel ist nicht wie üblich am Kirchturm angebracht, den es in der klassischen Form nicht gibt, sondern neben dem Hauptbau. Optisch ergänzt wird die leuchtend weiße Fassade durch Nagelfluh, einen typischen Konglomeratstein der bayerischen Schotterebene. Dieser wurde für den Platzbelag, sowie auch für Pfarrheim und Glockenturm verwendet. Die Basis des Kirchengebäudes führt den Stein weiter, jedoch mit einer feiner bearbeiteten Oberfläche.

Begegnung und Rückzug

Wie schon die äußere Erscheinung, so ist auch der Innenraum in verschiedene Zonen ausdifferenziert. Kubistisch inspirierte Strukturen schaffen so verschiedene Aufenthaltsstationen, die unterschiedlichen Zahlen von Besuchern intime Rückzugsorte aber auch die Möglichkeit zur Begegnung bieten. Abgesetzt von der völlig in weiß gehaltenen Raumkrone wurden Boden und Wandsockel in Stein ausgeführt. So spiegelt sich nicht nur die äußere Gliederung von Platz und Gebäude wider sondern auch die Idee von Himmel und Erde. Das Taufbecken blickt direkt auf den vorgelagerten kleinen See und ist von der rückwärtigen Gebäudeseite aus einsehbar. In 15 künstlerischen Ausführungen wird der Kreuzweg in der Betonbänderung der Wand dargestellt, wobei das Tabernakel die letzte Station bildet. Die erste Station soll ein Foto der erkennungsdienstlichen Erfassung des Pater Rupert Mayer einnehmen, dessen Patrozinium auf diese Weise direkt mit dem Sakrament verbunden wird.

Es werde Licht 

Symbol und zentrales Gestaltungselement ist das Licht, das den gesamten Kirchenraum ausfüllt. Drei große Lichtöffnungen sorgen nicht nur dafür, dass Kirche und Besucher in Helligkeit getaucht werden. Sie unterstreichen gleichzeitig die liturgischen Orte und Handlungen in Analogie zur Dreifaltigkeit. Im höchsten Punkt der Kirche, unter dem sich der Altar mit Tabernakel befindet, ist eine vertikale Zenitöffnung eingelassen, durch die Licht senkrecht nach unten einfällt. Durch eine zweite Öffnung wird der Altar vom Morgenlicht erleuchtet. Der dritte Lichtquell wurde neben dem Taufbecken situiert und dient gleichzeitig als Öffnung in Richtung See. Pfarrzentrum und Bürger freuen sich gleichermaßen auf diesen ganz besonderen Begegnungsort, der Menschen zusammenführt und die Ökumene bereichert.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK Reportage entstanden.

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Architekturfotografie Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer Poing

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Pfarrkirche Seliger Pater Rupert Mayer bei Meck Architekten
Wettbewerbsentwurf bei bauwelt.de

Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Edlach: Eine sich wandelnde Gesellschaft benötigt nicht nur neue Ressourcenstrategien. Auch moderne Lernkonzepte sind für die Generation von morgen essenziell. Die Volksschule Edlach in Dornbirn hat beides in einem Leuchtturmprojekt vereint.

Leben und Lernen für zukünftige Generationen, so könnte man das Leuchtturmprojekt der Volksschule Edlach in Dornbirn subsumieren. Nach neuesten baulichen, ökologischen und pädagogischen Standards wurde hier ein neues Schulgebäude errichtet, das neben dem Lernen auch zu sozialer Interaktion einlädt. Ursprünglich hätte die in den 1960er Jahren errichtete Schule nur saniert werden sollen. Im Verlauf der Planungen entschied sich jedoch die Stadt Dornbirn, die gleichzeitig als Bauherrin fungierte, bis auf die Turnhalle alles abzureissen und völlig neu aufzubauen. Im Wettbewerbsverfahren wurden die Dietrich | Untertrifaller Architekten für das Projekt verpflichtet, die 2012 den ersten Preis mit ihrem Entwurf gewonnen hatten. In zwei Jahren Bauzeit wurde das Schulkonzept auf einer Fläche von 3.770 Quadratmetern dann Realität und gilt heute als Paradebeispiel für zukunftsfähiges Bauen. 2017 wurde ihm deshalb der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit verliehen.

 

Clusterkonzept für eine moderne Lernumgebung

Die Volksschule Edlach liegt inmitten eines Wohnquartiers nahe der Dornbirner Innenstadt. Lern- und Aufenthaltsqualität aber auch eine zeitgemäße Infrastruktur waren dementsprechend Grunderfordernisse. Um einen Zugang von allen Seiten zu ermöglichen, verzahnt sich das Schulgebäude geschickt mit der umliegenden Umgebung, aus der rund 300 Schüler jeden Morgen zur Schule kommen. Zwölf Schulklassen teilen sich die Klassen- und Gruppenräume, die in einem modernen Clusterkonzept als kleine Einheiten nebeneinander gruppiert wurden. Gemeinschaftliches Lernen statt streng getrennter Jahrgangsstufen, so lautet das pädagogische Programm. Dreh- und Angelpunkt der Edlacher Volksschule ist die Aula. Als Haupteingang, Aufenthaltsbereich und zentraler Treffpunkt konzipiert, stellt sie den Mittelpunkt des schulischen Lebens dar. Dies wurde auch baulich so ausformuliert: der leicht abgesenkte, umlaufend verglaste Quader ist das Bindeglied der verschiedenen Zonen. Nach zwei Seiten offen und von freundlichen Pausenhöfen flankiert, sorgt er für Licht und Raum. Auf zwei Ebenen schließen sich die Büro- und Unterrichtsträume an. Im Erdgeschoss befinden sich die Verwaltung, Aufenthaltsräume für die Lehrkräfte, die Bibliothek und Sonderunterrichtsräume, sowie Garderoben und Toiletten. In der Mittagspause werden Aula und anschließende Nebenräume zur Kantine, nachmittags bieten sie Platz für die Tagesbetreuung. Das Obergeschoss schließt über zwei offene Stiegenhäuser an den Unterbau an. In vier Clustern sind hier die eigentlichen Klassenräume untergebracht. Sie bestehen aus je drei quadratischen Stammklassen, zwei Gruppenarbeitsräumen und einem Außenraum in Form eines Balkons oder Atriums. Eine Gemeinschaftszone mit Nischen und Lerninseln zur Arbeit in Kleingruppen zieht  sich als geschwungenes Band über die gesamte Länge von 70 Metern durch das Obergeschoss.

Massive Konstruktion für nachwachsende Rohstoffe

Um für eine positive Ökobilanz einen Teil des Gebäudes aus nachwachsenden Rohstoffen realisieren zu können, legten die Planer für den Neubau eine massive Stützkonstruktion aus Stahl zu Grunde. Decken und Wände wurden hingegen in Beton ausgeführt. Das in Richtung Turnhalle auskragende Obergeschoss wurde dann in Holzbauweise komplettiert und mit einer  hinterlüfteten Lattung aus Weißtanne verkleidet. Auch die völlig entkernte und neu aufgebaute Turnhalle wurde mit dieser Fassade versehen. Über winkelförmig angeschlossene Betonbänder längs der Nord- und Südfassaden sind Turnhalle und Aula zu einer harmonischen Gebäudeeinheit verbunden, die über verschiedene Stufen hinweg zu den Unterrichtsräumen hin anwächst. Durch das natürlich kontrastierende Farbkonzept aus Glas, Sichtbeton und Weißtanne entsteht eine modulare Staffelung, welche die funktionale Ästhetik um eine gestalterische ergänzt. Die Innenräume greifen diese wieder auf. Sanftes Blau akzentuiert die Klassenzimmer, Grün- und Gelbtöne begleiten die Bewegungszonen.

Positive Ökobilanz

Doch nicht nur in pädagogischer und ästhetischer Hinsicht legten Bauherrin und Architekten Wert auf ein stimmiges Gesamtkonzept. Auch ökologische Belange hat das Schulraumkonzept der Stadt Dornbirn im Fokus. Insbesondere die Verwendung ressourcenschonender Baustoffe sowie die Beachtung der sogenannten „grauen“ Energie, der Lebenszyklus von Materialien und Baukonstruktion, stehen dabei im Vordergrund. Der gesamte Schulkomplex wurde dementsprechend energetisch und haustechnisch optimiert: Die Holzfenster, ausgefertigt als breite Lichtbänder, sind dreifach verglast. Eine mechanisch kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senkt den Energiebedarf. Sowohl die CO2-Emissionen als auch die Kosten für die Gebäudeerwärmung werden so nachhaltig gesenkt. Letztere erfolgt über Fernwärme, jedoch liegt der jährliche Heizenergiebedarf bei nur etwa 14,7 kWh pro Quadratmeter. Eine Photovoltaikanlage generiert Strom und senkt damit zusätzlich den Bedarf an Primärenergie. Die Rohstoffbilanz des Projektes wird dann nochmals durch den Einsatz regenerativer und lokal vorhandener Baumaterialien optimiert: Weißtanne und Birke wurden großflächig verbaut und machen die Schule zu einer natürlich anmutenden Lernumgebung. 2017 wurde die Volksschule schließlich auch vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Damit dürfte sie für eine ganze Reihe kommender Generationen ein zukunftsweisender Lernort sein.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK Objektreportage entstanden.

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Architekturfotografie Volksschule Edlach

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Homepage Dietrich Untertrifaller Architekten
Volksschule Edlach bei nextroom.at

Bellenberg Wohnanlage Neue Ortsmitte

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Bellenberg: Text folgt

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK-Reportage entstanden.

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Architekturfotografie Wohnanlage Neue Ortsmitte Bellenberg

Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Pfäfers: Der Schweizer Kanton St. Gallen ist berühmt für seine unzähligen Meisterwerke an Ingenieursgeschick. Ein junges Beispiel ist die Taminabrücke, die über die gleichnamige Schlucht samt Wildbach führt, und die beiden Orte Valens und Pfäfers nun in luftiger Höhe, 200 Meter über dem Flusslauf, miteinander verbindet.

 

Außergewöhnliche Bauwerke sind in den Gebirgsregionen der Welt nicht unbedingt ungewöhnlich. Täler, Schluchten, Steilhänge sowie unzählige topografische Eigenheiten haben Baumeister und Architekten seit jeher vor Herausforderungen gestellt. So auch im Schweizer Taminatal: Während das Dorf Pfäfers südlich der Tamina auf einem Felsvorsprung liegt, befindet sich Valens auf der nördlichen Talseite. Der 400-Seelen-Ort war seit jeher über eine schmale Straße entlang der nördlichen Talflanke an den übrigen Verkehr angeschlossen, die allerdings durch aktives Rutschgebiet führt und schon mehrfach aufwendig und kostspielig saniert werden musste. 2007 wurde deshalb ein öffentlicher Wettbewerb für den Bau einer Verbindungsbrücke zwischen den Ortschaften ausgeschrieben, den das Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) für sich entscheiden konnte. Heute erübrigen sich mit der Brücke sowohl die Gefahren durch Hangrutsche, Steinschläge und Straßenabsenkungen, als auch der mühselige Weg in´s Tal und wieder hinauf. Ihre Rolle kündigt die Taminabrücke schon weithin an. Dominant beherrscht sie weithin sichtbar den Taleingang. Aus der Nähe betrachtet offenbart sich dann die grandiose Konstruktion der Bogenbrücke. 200 Meter geht es am höchsten Punkt hinunter in die Tiefe. Auf einer Länge von 400 Metern überspannt sie die wilde Schlucht, an deren Sohle blutwarm heilendes Wasser aus dem Fels quillt. Die weithin bekannte Rehabilitationsklinik im 400-Seelen-Örtchen Valens nutzt das Thermalwasser noch heute zu Therapiezwecken.

Projekt mit Hindernissen

Doch das Projekt stieß nicht nur auf Befürworter. Ein Ausbau der bestehenden Straße sei wesentlich kostengünstiger, hieß es. Die vorhandene Vegetation- größtenteils 60 bis 100 Jahre alte, gut verwurzelte Buchen- sprächen dagegen, dass sich hier aktives Rutschgebiet befinde. Außerdem würde die Brücke knapp neben national geschütztes Gebiet gebaut. Mit der Stille tief unten in der Schlucht wäre es dann vorbei. Vorwürfe, der Gemeindepräsident wolle sich lediglich ein Denkmal setzen, wurden laut. Zudem ist die Gemeinde Pfäfers eine der ärmsten im Kanton St. Gallen. Doch der Gemeinderat argumentierte, der Brückenbau fiele in das Straßenbauprogramm des Kantons. Die Kosten von insgesamt 56 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet knapp 48 Millionen Euro, für Brücke und Zufahrtsstraße würden damit vom Kanton und nicht von der Gemeinde beglichen. Außerdem würde die Infrastruktur maßgeblich verbessert und Arbeitsplätze geschaffen. Anfang Oktober 2012 wurde schließlich mit den Vorarbeiten für den Bau der Zufahrtsstrassen begonnen. Am 28. März 2013 folgte dann der offizielle Spatenstich, bei dem der Hochseilartist Freddy Nock auf einem 417 Meter langen Seil über die Schlucht balancierte.

Brückenbau in luftiger Höhe

Artistisch ging es auch bei der baukonstruktiven Umsetzung zu. Zunächst wurden die Fundamente an den Enden des Bogens gebaut, anschließend der Bogen aus jeweils fünf Meter langen Abschnitten im Freivorbau zusammengesetzt. Mit Hilfe von Seilkabeln, Hilfspylonen  sowie einem freistehenden Hochbaukran wuchs die Brücke von beiden Seiten her über die Schlucht. Der 265 Meter spannende Bogen bildet zusammen mit einem Durchlaufträger, der mit dem Bogen über Kämpferstiele und Bogenständer monolithisch verbunden ist, das Tragwerk der Brückenkonstruktion. Erhöhte Beanspruchungen, wie etwa große Windlasten, ein ausgefallenes Spannkabel oder auch Erdbeben, muss die Taminabrücke aushalten können. Auf mehr als der Hälfte der Länge ist die Brücke als Hohlquerschnitt errichtet, um das Gewicht der Betonkonstruktion zu verringern. Auch der Überbau wurde dazu als Betonhohlkasten ausgeführt. Querschnittshöhe und Breite der Brücke variieren im Bogenverlauf, sodass sich das Bauwerk zum Scheitelpunkt hin verjüngt. Da dieser nicht mittig, sondern 35 Meter näher an die Valenser Seite gesetzt wurde, ergibt sich eine asymmetrische Krümmung. Dabei ist der Bogen weder Teil einer Parabel, noch eines Kreises, denn die beiden Kämpfer wurden um 33 Meter in der Höhe versetzt angeordnet.

Erdbebensicher und umweltverträglich

Schon bei der Ausschreibung standen die exponierte Lage sowie die Topografie im Fokus der Aufmerksamkeit. Nicht nur die konstruktive Planung sah sich mit entsprechenden Herausforderungen konfrontiert. Auch optisch sollte die Brücke angemessen bleiben, sich in die Umgebung einfügen und umweltverträglich sein. Zu guter Letzt wünschte die Gemeinde ein dauerhaftes Bauwerk mit möglichst wenigen Schwachstellen wie etwa Lagern oder Fahrbahnübergängen. Die nahezu vollständig monolithisch errichtete Taminabrücke konnte all diese Vorgaben erfüllen. Zudem hat der Typus der Bogenbrücke bereits im gesamten Kanton Tradition und machte schon in der Vergangenheit viele unwegsame Täler passierbar. Ohne die gestalterische Unterstützung von Architekten führten die Stuttgarter LAP Ingenieure sowohl die Tragwerskplanung als auch die Ausführungsplanung durch. Der gesamte Entwurf wurde mittels 3D-Modellierung ausgearbeitet. Insgesamt wurden 14.000 Kubikmeter Beton, 3.000 Tonnen Bewehrung, 180 Tonnen Vorspannlitzen sowie 140 Spanngliedverankerungen verbaut. Genau zwei Jahre nach Baubeginn, am 28. März 2015, erfolgte der Bogenschluss. Im Juli 2017 wurde die Eröffnung mit einem dreitägigen Festakt gefeiert. Am 22. Juli erfolgte dann die endgültige  Freigabe. Heute spannt sich die organische Form der weithin sichtbaren Taminabrücke friedlich über das Tal und auch die meisten Gemeindemitglieder haben sich inzwischen mit ihrer neuen Brücke angefreundet.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK-Reportage entstanden.

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

Architekturfotografie Taminabrücke Pfäfers

 

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Taminabrücke bei Wikipedia
Drohnenflug über die Taminabrücke bei blick.ch

St. Josef Kirche Holzkirchen

Architekturfotografie St. Josef Kirche Holzkirchen

Architekturfotografie Holzkirchen: Der Sakralbau gilt als der schwierigste Schauplatz am Bau. In Holzkirchen realisierten die Eberhard Wimmer einen Neubau, der für eine Kirche gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert ist.

Die prunkvollen Jahre des repräsentativen Kirchenbaus sind vorbei. Heute wird auf´s Budget geschaut. Sinkende Zahlen bei den Gottesdiensten, Kirchen die schließen, weil der Unterhalt zu teuer wird oder ein Skandal die Medien erschüttert, es gibt viele Gründe warum sich die Kirchengemeinden mit Investitionen zurück halten. Die meisten Projekte sind Sanierungen und Restaurierungen. Der Neubau der Kirche Sankt Joseph in Holzkirchen ist deshalb gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Im Erzbistum München und Freising ist sie die erste neugeweihte Kirche seit zehn Jahren. Und Sankt Josef wurde komplett aus Holz gebaut. Knapp 11 Millionen Euro investierte die Erzdiözese München und Freising in den Komplex aus Pfarrkirche, Kapelle der heiligen Familie und Außenbereich. Weitere 100.000 Euro flossen aus der Pfarreikasse in das Bauvorhaben. Den vom Bistum ausgelobten Wettbewerb konnten die Eberhard Wimmer Architekten im März 2013 für sich entscheiden. Spatenstich war am 4. Oktober 2015 und am 18. März 2018 wurde Sankt Josef nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht.

Historie

Dass in Holzkirchen eine Kirche neu gebaut werden konnte, war Glück im Unglück. Der Vorgängerbau, obwohl erst im Jahr 1962 eingeweiht, hatte aufgrund von Baumängeln und schlechtem Baugrund Schäden am Dachtragwerk erlitten. Nachdem die Kirche 2012 erst entweiht und dann gesperrt wurde, entschied man sich kurze Zeit später für einen Abriss. Das Erzbischöfliches Ordinariat München beschloss schließlich den Neubau des Pfarrzentrums mit Kirche und zugehöriger Kapelle. Lediglich der etwas abseits stehende Kirchturm wurde vom Vorgängerbau übernommen. Schon bei der Ausschreibung war klar, dass die neue Kirche aus Holz sein sollte. Architekt Eberhard Wimmer gewann den Wettbewerb mit seinem unkonventionellen Entwurf, einerseits aufgrund Raumgestaltung und Lichtführung, aber auch dank der guten städtebaulichen Integration. Und weil er bereits im Kirchenbau Erfahrung hatte.

Herausforderung Sakralbau

Für den Architekten selbst ist der Kirchenbau mit „die größte Herausforderung, die es im Bauen gibt.“ Groß sei der kreative Freiraum, „weil jede Zeit und jede religiöse Richtung bei aller Wiedererkennbarkeit ihre eigenen, zeitgemäßen Sakralbauten hervorbringen möchte.“ Das bringt aber auch hohe Erwartungen mit sich. Eine Kirche soll Sinn stiften, Werte vermitteln.  Doch gerade letztere hat die Kirche selbst in der Vergangenheit oft stark strapaziert. Ausgerechnet der Skandal um den damaligen limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sorgte dafür, dass der Baubeginn gestoppt werden musste, da die Kirche nun sehr sorgfältig über Ausgaben und deren Außenwirkung nachdachte. Als schließlich doch gebaut werden durfte, konnte Wimmer mit seinem Entwurf einer erfrischend anderen Kirche dafür sorgen, dass der Neubau weit über die Gemeindegrenze hinaus positiv rezipiert wurde.

Zeltkonstruktion aus Dreiecksfachwerk

Das neue Kirchenzentrum besteht aus einer mächtigen Rundkirche mit kleiner Kapelle und dem Kirchturm des Vorgängerbaus. Kirche und Kapelle wurden als leicht nach hinten gekippte Ovalkegel in unterschiedlichen Größen ausgeführt. Der elliptische Grundriss mit 32 unterschiedlichen Achsen und Winkelabweichungen stellte Planer und Konstrukteure dabei vor einige Herausforderungen, da keine standardisierten Schalungen under Schallehren verwendet werden konnten. Beide Kegel sind gekappt, der größere in 22 Metern, der kleinere in elf Metern Höhe. Die Stümpfe wurden mit Plexiglasdecken versehen und dienen so als große ovale Lichtöffnungen. Acht mal zwölf Meter misst sie in der großen Kirche. Das einfallende Tageslicht füllt die Innenräume mit einer schattenlosen Helligkeit. Im Querschnitt betrachtet nehmen sie einerseits die Schwünge des Alpenpanoramas auf und vermitteln gleichzeitig einen archaisch-organischen Eindruck. Die ausschließlich aus Holz gefertigte Konstruktion wurde als Dreiecksfachwerk konzipiert. Die  Planer berechneten digital die einzelnen Polygone, die dann als Fertigelemente im Leimbinderbau montiert wurden. In zehn Ringen wächst die Kirche nach oben. Die schrägen Sparren führen den Blick des Betrachters hin zum Licht, das durch die Plexiglaskuppeln Kirche und Kapelle erhellt. Die Konstruktion aus sich nach oben hin verjüngenden Balkendreiecken ist gut sichtbar und fungiert gleichzeitig als rhythmisierendes Element. Im Innern entsteht dadurch die Atmosphäre eines riesengroßen Zeltes, das gleichzeitig Leichtigkeit und Geborgenheit vermittelt. Auch von außen ragen Kirche und Kapelle wie zwei Zelte in den Himmel, am Boden sind sie über die Sakristei und das Foyer verbunden. Auf der Grundfläche von insgesamt 850 Quadratmetern finden 479 Gläubige Platz für Gebet, Andacht und Begegnung.

Liturgische Raumgestaltung

Der saalartigen Kirchenraum wurde im Sinne des zweiten Vatikanums, das auch als 21. Ökumenisches Konzil angesehen wird, liturgisch gestaltet. Vor allem der Dialog, auch mit anderen Glaubensgemeinschaften, steht demnach im Mittelpunkt, die Anpassung an die Gegenwart aber auch Treue zur Tradition. Das Zentrum des Raums bildet die ovale Altarinsel. Um sie ziehen sich die Sitzbänke in konzentrischen Kreisen. Gemeinsam mit der schreinartig neu gefassten Orgel vermittelt das Ensemble eine große Harmonie. Durch die Deckenöffnungen fällt Licht auf die liturgischen Orte und erzeugt so eine stille Dramaturgie. Fast schon divin mutet die Atmosphäre an, die dann über der gesamten Szenerie liegt. Architekt Wimmer schätzt besonders das Gefühl der Geborgenheit, das die Kirche vermittelt. Wenn er danach gefragt wird, wie er zu der Kegelform gekommen sei, muss er schmunzeln. Er habe daran gedacht, wie Kandinsky aus dem flachen Moskauer Umland nach Oberbayern gekommen sei. „Wie der plötzlich im Voralpenland diese Berge sieht, die Türme, die Zwiebeln und alles wackelt so ein bisschen in seinen Bildern, bis es irgendwann zu einer abstrakten Sinuslinie wird.“

Altes bewahren

Obwohl der Neubau von Sankt Josef geradezu futuristisch anmutet, wollte man den Geist des Vorgängerbaus bewahren. Das alte Taufbecken bekam einen neuen Platz, ebenso Altar und Tabernakel aus Carrara-Marmor. Einen neuen Ambo und Sedilien – das Lesepult und die Sitze im Altarraum – schuf Bildhauer Fritz Brosig, der auch schon den Altar der alten Kirche geschaffen hatte. Die bronzene Eingangstür, die von Szenen aus der Ortsgeschichte und Bergkristallen geziert wird, dient nun als Eingang zur Kapelle. Die alte Orgel wurde restauriert und um 26 Register aufgerüstet und begleitet auch in der neuen Kirche die Liturgie. Selbst der Grundstein der alten Kirche wurde wieder installiert, er schmückt die Wand der Sakristei. Neu gestaltet wurde hingegen das Kirchenportal- Bronzetore mit seitlich anschließenden Eichenholzwänden. Und die Kapelle erhielt eine dreiteilige Glasskulptur, ein abstraktes Abbild der heiligen Familie.

Auf Holz klopfen

Für Architekt Wimmer war Holz der Baustoff erster Wahl. Nicht nur, dass Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und lokalem Bestand rundherum klimafreundlich ist. Beton und Stahl hätten sich hier aus verschiedenen Gründen ohnehin nicht geeignet. Die stützfreien, kegelförmigen Raumhüllen ließen sich aus Holz wesentlich kostengünstiger realisieren. Zudem vermitteln Holzbauten typischerweise ein Gefühl der Geborgenheit und Erdung. Das Holz stammt aus  regionalen Quellen. Für die Konstruktion wurde überwiegend Brettschnittholz aus zentraleuropäischen Wäldern, hauptsächlich Fichte, verwendet. Die Kegeldächer wurden mit Lärchenschindeln verkleidet und die Fachwerkknoten bestehen aus Buchenholz. Wo der Brandschutz berücksichtigt werden musste oder gestalterische Aspekte ausschlaggebend waren, kam Eichenholz zum Einsatz.

Klimabilanz und Energetik

Sankt Josef ist nicht nur in architektonischer und gestalterischer Hinsicht außergewöhnlich. Die Kirche weist auch unter energetischen Aspekten bemerkenswerte Kennzahlen auf. Die Kirche konnte als Niedrigenergiegebäude mit passiver Energienutzung ausgeführt werden, das die Vorgaben der EnEV um bis zu 28 Prozent unterschreitet. Die Lüftung entsteht durch die Aufwinddynamik in den Kegeln, die für eine kontinuierliche Umwälzung der Luft sorgt. Die Fußbodenheizung wird durch Geothermie mit Energie versorgt, wobei die Bodenplatten als thermisches Speichermedium dienen. LED-Leuchten und begrünte Flachdachbereiche optimieren Emissionen und kompensieren Kohlenstoffdioxid. Regenwasser versickert über eine Rigolenanlage, sodass Niederschlag dem Boden zugeführt wird, statt in die Kanalisation eingeleitet zu werden. Allgemein lag der Fokus darauf, langlebige Materialien und Konstruktionen zu verwenden, um so für eine lange Lebensdauer der Kirche zu sorgen. Am 18. März 2018 wurde St. Josef feierlich eingeweiht. Seitdem können die Besucher hier ein Stück vom Himmel erleben, den man sich in der Kirche gut ausmalen kann.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Reportage erstellt.

 

Panoramalift Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Rorschach: Im Schweizerischen Rorschach wurde ein barrierefreier Bahnhofszugang der besonderen Art realisiert. Passanten überwinden das Höhenniveau mit einem Panoramalift, der eine grandiose Aussicht über den Bodensee bietet.

 

Das schweizerische Städtchen Rorschach liegt im Kanton St. Gallen, am südlichsten Punkt des Bodensees. Die malerische Seepromenade sowie das Alpenpanorama machen die Gemeinde zu einem beliebten Ausflugs- und Erholungsziel. Dementsprechend hat Rorschach auch drei Bahnhöfe, bei gerade einmal 9.000 Einwohnern. Direkt am Seeufer liegt der Hauptbahnhof auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs. Um das unmittelbar südlich anschließende Wohngebiet sowie die Buslinie zu erreichen, mussten Passagiere bisher einen Höhenunterschied von 25 Metern überwinden, da durch die Steinbrucharbeiten das Bodenniveau tiefer lag. Entsprechend schwierig gestaltete sich auch der Zugang zum Bahnhofsgelände, Fußgänger mussten bislang einen längeren Weg in Kauf nehmen. Für gehbehinderte Passanten bedeutete dies ebenso Unannehmlichkeiten wie für eilige Reisende. Bereits in der Vergangenheit waren deshalb Forderungen nach einer Modernisierung der Infrastruktur um den Bahnhof laut geworden. Eine erste Studie erfolgte jedoch erst im Jahr 2007. Lift und Steg befand man als geeignetste Konstruktion, um einen schnellen und barrierefreien Zugang zum Bahnhof zu ermöglichen. 2009 entschied schließlich die Stadt, einen Wettbewerb auszuschreiben, aus dem der Entwurf von Architekt Alex Buob als Siegerprojekt hervorging. Aufgabe war es, das Wohnquartier hindernisfrei mit dem Bahnhof zu verbinden. Im September 2011 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden, rund ein Jahr später, im Oktober 2012 war das Projekt fertiggestellt. Mit Baukosten von 2.200.000 Schweizer Franken, umgerechnet etwa 1.850.000 Euro, war das Projekt deutlich teurer als ursprünglich geplant. Jedoch stellten sowohl Gemeinderat, Bürgerversammlung als auch der Kanton Mittel für die Realisierung bereit.

Lift mit Ausblick

Um den Höhenunterschied von 25 Metern zwischen Bahnhof und Wohnquartier zu überwinden kam letztlich nur ein Lift in Verbindung mit einem Steg in Frage. Die Behörden befanden jedoch, dass eine gedeckte Passerelle ein höheres Sicherheitsgefühl sowie eine bessere Handhabbarkeit hinsichtlich Eis und Schnee gewährleisten würde. Der Stadtrat Rorschach ließ deshalb Buobs Entwurf entsprechend weiter ausarbeiten, um die Konstruktion noch benutzerfreundlicher und leistungsfähiger zu machen. Entstanden ist ein architektonisch zwar schlichtes aber dennoch beeindruckendes Infrastrukturgebäude aus Beton und Glas. Den Höhenunterschied überwindet ein Treppenturm der gleichzeitig den Lift beherbergt. Der zweigeteilte Schacht ist nach außen hin verglast, sodass Lift und Treppe sichtbar sind. Im 22 Quadratmeter großen Aufzug können 26 Passagiere in nur 14 Sekunden von Gehwegniveau hinab zum Bahnhof – oder umgekehrt – befördert werden. Bewegungsfreudige Besucher nehmen stattdessen die Treppe, die sich als offene Stahlkonstruktion im Turm hinaufwindet. Von außen betrachtet bildet die reduzierte Fassade von Panoramaturm und Passerelle einen spannenden Kontrast zum klassizistischen Bahnhofsgebäude. Oben im Turm angekommen betreten Reisende eine als Stadtbalkon ausgearbeitete Plattform. Sie kragt nach Norden über die Gleisanlagen aus und gibt den Blick auf den Bodensee samt umliegender Landschaft frei. Hier setzt die rund 45 Meter lange, freigespannte und plastisch geformte Passerelle an. Im Gegensatz zum statischen Turm schwingt sie frei zum Lift hin aus und verleiht der Konstruktion eine lebendige Dynamik. Die geschwungene Öffnung zur Stadt hin ist als durchlaufendes Band konzipiert und erlaubt eine freie Sicht nach Westen. Gen Osten ist die Fassade geschlossen, jedoch wurden einzelne Öffnungen in unterschiedlichen Höhen eingearbeitet, die großen und kleinen Passanten einen grandiosen Ausblick über die nahen Baumkronen des Parks freigeben.

Spannungsvolles Tragwerkskonzept

Insgesamt umfassen Turm und Passerelle eine Kubatur von 1.378 Kubikmetern. Südseitig befindet sich das Widerlager für den Steg. Westlich wird das Tragsystem von einer Brüstung gebildet, die in einer Krümmung in Richtung Turm verläuft. Ostseitig besteht das Tragsystem aus einer Wandscheibe mit diversen Öffnungen. So ergibt sich eine trogartige Konstruktion, deren unterschiedlichen Verformungstendenzen mit einer Anordnung von Vorspannkabeln entgegengewirkt werden. Im Überbau wurde auf Tragelemente zur Torsionsaufnahme verzichtet. Hier müssen die Stabilitäts- und Ablenkkräfte über die Rahmenwirkung des Querschnitts aufgenommen werden, sodass sich eine gegenseitige Beeinflussung der Längsträger ergibt. Der Aufzug- und Liftturm ist am Fuß fest im Fels eingebunden und übernimmt damit die Wind- und Erbebenkräfte der Gesamtanlage. Der rund 30 Meter hohe Treppen- und Liftturm sowie die über rund 40 Meter freigespannte Passerelle wurden überwiegend in Ortbeton ausgeführt. Nur die Nordseite des Turms und das Balkongeländer sind verglast. Der Turm wurde mit einer Kletterschalung erstellt während zur Herstellung des Steges vorgängig ein Lehrgerüst installiert wurde. Der Bau ist von sauber ausgerichteten Tafelschalungselementen geprägt. Der Beton wurde absichtlich nicht eingefärbt und verleiht der Konstruktion ein rauhes aber dennoch filigranes Erscheinungsbild. So trutzt das Gebäude nicht nur Wind und Wetter sondern ermöglicht nun Bewohnern und Reisenden einen barrierefreien und dabei äußerst spektakulären Zugang zum Rorschacher Hauptbahnhof.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK-Reportage entstanden.

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Architekturfotografie Panoramalift und Treppenturm Rorschach

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Artikel zum Panoramalift Rorschach im Tagblatt St. Gallen
Treppenturm Rorschach bei swiss-architects.com

Schmuttertal Gymnasium Diedorf

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf: Ein integraler Planungsprozess mit nur zweijähriger Bauzeit und Plusenergiestandard, dies waren die Vorgaben, welche die Stadt Augsburg für den Neubau des Schmuttertal-Gymasiums in Diedorf den Planern auferlegte. Herausgekommen ist ein Vorzeigeprojekt im Plusenergiestandard mit herausragender Öko- und Energiebilanz.

 

Im schwäbischen Markt Diedorf, in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet Augsburg -Westliche Wälder ist in zweijährige Bauzeit ein Vorzeigeprojekt hinsichtlich integraler Planung und ökologiebewusster Umsetzung entstanden. Eingefasst von lockerer Wohnbebauung und freien Feldern, wurde hier der Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums in Holzbauweise und Plusenergiestandard realisiert. Architekt Florian Nagler aus München und die Hermann Kaufmann Architekten aus Schwarzach konzipierten den Gebäudekomplex zusammen mit Schülern, und anderem Schulpersonal um eine Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, die pädagogischen aber auch ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gerecht wird. Rund 16.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche bieten über 1000 Schülern Platz für Unterricht, Sport, Verpflegung und Aufenthalt.

Der Landkreis Augsburg erließ als Bauherr schon in der Planungsphase strenge Vorgaben. Der durch ein integrales Planungsverfahren konzipierte Gebäudekomplex sollte innerhalb von nur zwei Jahren errichtet werden und zudem den Plusenergiestandard erfüllen, bei dem das Gebäude seinen eigenen Energiebedarf überkompensiert. Mehrkosten waren nur erlaubt, wenn diese durch eine entstehende Energieeinsparung amortisiert würden. Ökologie, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit, sowie die Schaffung einer pädagogisch wertvollen Lernumgebung standen damit klar im Mittelpunkt der Bemühungen.

Insgesamt vier großvolumige aber dennoch komplexe Baukörper wurden mit südöstlicher Erschließung, kreuzförmig um einen Innenhof gruppiert. Die eingeschossige Sporthalle wurde in einem eigenen Flügel untergebracht, im zweiten Gebäudeteil befinden sich auf zwei Geschossen Aula, Mensa, Bibliothek sowie Lehrerzimmer und das Sekretariat. Die Klassenzimmer und Fachunterrichtsräume wurden schließlich auf die zwei übrigen, jeweils dreigeschossigen Trakte verteilt. Als tragende Konstruktion dienen Stahlbetonelemente während die übrigen Bauteile als reine Holzbaukonsturktionen, die Decken als Holzbetonverbunddecken ausgeführt wurden. Die Außenwände wurden als Holzrahmenkonstruktion mit gedämmter und hinterlüfteter Fassade konzipiert und in grau lasierter Holzschalung ausgeführt. Mit zunehmender Geschosszahl ließ man die Außenhülle je ein Stück weiter hervorkragen um einen verbesserten Witterungsschutz im Fassadenbereich zu erhalten. In den Unterrichtsräumen dominieren weiß lasierte Holzoberflächen, helle Böden und Glaselemente, die gemeinsam für eine hohe Ausbeute an augenfreundlichem Tageslicht sorgen. Und auch in den Grün- und Außenflächen wurde die ökologische Anmutung mit hellen Pflastersteinen, Holzelementen und einem jungen Baumbestand weitergeführt.

Wegen seiner klimaneutralen und bauphysikalischen Eigenschaften wurde der Baustoff Holz für das Vorzeigeprojekt favorisiert. Eingesetzt wurden verschiedene Holzwerkstoffe wie etwa Brettschichtholz, Konstruktionsvollholz oder Dreischichtplatten. Seine Eigenschaften als Wärmespeicher wiederum wirken sich positiv auf das Energiemanagement des Gebäudes aus. Zentraler Bestandteil des Energiekonzeptes sind neben dem klimaneutralen Baustoff Holz auch die insgesamt 1.650 Photovoltaikmodule auf flachgeneigten, asymmetrischen Satteldächern, die lediglich von schmalen Oberlichtbändern durchbrochen werden. Hierdurch wird eine jährliche Stromausbeute von rund 510 MWh erzeugt, die den Energiebedarf des Gymnasiums um etwa das Eineinhalbfache überkompensiert. Fensterelemente im Passivhausstandard, die im Fassadenbereich als durchgehende Bänder und im Bereich der Treppenhäuser als vollgeschossige Glasflächen verbaut wurden, vervollständigen die energieeffiziente Außenhülle. Planern und Architekten gelang es damit, ein Vorzeigeprojekt zu realisieren, das in künftigen Bauprojekten dieser Größe seinen Niederschlag finden dürfte.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Dokumentation umgesetzt.

 

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Architekturfotografie Diedorf Schmuttertal Gymnasium

Diedorf Schmuttertal Gymnasium

 

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Schmuttertal Gymnasium Homepage
Schmuttertal Gymnasium bei Detail

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Davos: Die Architekturen des Alpenraumes stehen wie keine andere Baukunst für Tradition und Verwurzelung. Doch auch hier bleibt Erneuerung nicht aus. Dem Team von Think Architecture ist es gelungen, mit der Neuinterpretation der Bündner Alpinarchitektur ein modernes und dabei äußerst behagliches Wohnquartier in einer imposanten Berglandschaft zu schaffen.

 

Davos ist als Luftkurort und Wintersportgebiet bekannt und beliebt. Mit knapp 12.000 Einwohnern ist der Ort gut überschaubar, wartet jedoch mit einer kulturhistorisch interessanten und abwechslungsreichen Stadtgeschichte auf. Wandern, Mountainbiking, Segeln, Klettern: aktive Menschen werden sich in Davos nicht langweilen. Genießer hingegen finden ein reichhaltiges Angebot an Wellness und Kulinarik. Auch bauhistorisch hat Davos einiges zu bieten. Die alpine Berg- und Kulturlandschaft Graubündens ist von Burgen, Herrenhäusern, mittelalterliche Kirchen und alten Bauernhäuser geprägt. Gleichwohl finden sich auch herausragende Beispiele jüngerer Architektur. Ein Exempel statuierte jüngst das Team von Think Architecture, das in prominenter Lage am Ortsrand von Davos, mit unverbautem Blick auf den See und die vorgelagerte Wiese, zwei moderne Wohnhäuser mit insgesamt 27 Wohnungen in Anlehnung an die traditionelle Bündner Architektur realisierte.

Die beiden Wohnhäuser wurden über eine großzügige, parkähnliche Grünanlage miteinander verbunden und sind über diese auch direkt an die Seeumgebung angeschlossen. Obwohl am Ortsrand gelegen, sind sowohl das Dorf als auch der See mit seinem Spazierweg, Restaurants und die Bergbahnen sowie die wichtigen Verkehrsachsen im Handumdrehen erreichbar. Vier Jahre vergingen von der ersten Planung bis zur Fertigstellung, kein langer Zeitraum angesichts der unkonventionellen Grundriss- und Formengestaltung. Ein Punkt- und ein Langhaus bilden das Ensemble, bei dem bewusst auf geradlinige Fassaden verzichtet wurde und stattdessen bereits die Außenhülle, in Anlehnung an die umliegenden Gipfelmassive, asymmetrisch gebrochen wird. Loggien sitzen als großformatige Öffnungen in der Fassade. Leicht versetzt zueinander beleben sie mit den Fenstern die Außenansicht. Jedes Fenster besteht aus einer großflächigen Festverglasung sowie einem schmäleren Lüftungsflügel. Ein mineralischer, grober Rillenputz, in den Glimmerpartikel eingestreut wurden, verleiht der Fassade eine charmante Anmutung. Die dunkel gebeizten Fensterstöcke werden von einem weißen Modellierputz auf der sonst graubeigen Fassade ansprechend umrahmt und erinnern an die traditionelle Bündner Alpinarchitektur. Beide Gebäude wurden mit Tiefgarage sowie drei oberirdischen Geschossen ausgeführt wobei im Langhaus 18 Wohnungen und im Punkthaus neun Wohnungen umgesetzt wurden.

Wie schon die Außenhüllen wurden auch die Wohnungsgrundrisse asymmetrisch angelegt, um auch hier die montane Umgebung wieder aufzugreifen. Über die großdimensionierten, teils deckenhohe Fensterelemente gelangt viel Licht in sämtliche Zimmer, die Panoramaverglasungen geben den Blick auf die umliegenden Bergmassive frei. Um das Gefühl der Weite auch in den Wohnräumen beizubehalten, wurden die Küchen überwiegend mit dem Wohnzimmer zusammengeschlossen. So entstehen große Aufenthaltsflächen die stets Lichtdurchflutet und hell sind. Vorgefertigte Einbauschränke in Naturholz und ebenso voreingebaute Küchen in identischem Design überlassen auch in Sachen Innenarchitektur nichts dem Zufall. Helle Naturholzböden verleihen sämtlichen Wohnräumen eine rustikale Gemütlichkeit und sind als nachhaltiges Baumaterial gleichzeitig so modern wie nie. Alle Wohnungen verfügen über hochwertig ausgestattete Bäder mit WC und Badewanne noch über ein separates WC, welches in den meisten Fällen noch mit einer Duschwanne ausgestattet wurde. Durch die Asymmetrie wirken die Wohnungen unkonventionell und dennoch behaglich. Gedeckte Loggien runden den Wohnkomfort ab. Während im Punkthaus je eine große, von allen Räumen aus zugängliche Loggia installiert wurde, verfügen die Wohnungen im Langhaus über zwei kleinere Loggien und geben den Blick damit gleich in zwei Richtungen auf die beeindruckende Montanumgebung frei. Alle Häuser wurden außerdem im MINERGIE-Standard ausgeführt, der mit den deutschen EnEV-Vorgaben vergleichbar ist. Den Architekten gelang es damit, zeitgenössische Architektur mit traditionellen Elementen lokaler Baukunst zu verschmelzen. Dadurch entstand ein äußerst gefälliges und zudem wohnliches Bauprojekt, welches Vergangenheit und Gegenwart überzeugend in sich vereint.

Das Architekturfotografie-Projekt wurde im Rahmen einer BAUWERK-Reportage umgesetzt.

 

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Architekturfotografie Wohnanlage Seepromenade Davos

Wohnanlage Seepromenade Davos

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Best Architects 2018
Loft Seepromenade bei booking.com

Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie München. Nachdem im Münchner Tierpark Hellabrunn die Unterdecken des historischen Elefantenhauses teilweise eingestürzt waren, entschloss sich der Zoo zu einer aufwendigen Generalsanierung. Dabei konnte sowohl der orientalische Charme gewahrt, als auch die Lebensqualität der Dickhäuter maßgeblich verbessert werden.

 

Der Tierpark Hellabrunn wurde am 1. August 1911 eröffnet. Eines seiner ältesten Gebäude und gleichzeitig das Wahrzeichen des Tierparks ist das Elefantenhaus. 1914 wurde es im neobyzantinischen Stil von Emanuel Seidl errichtet, dem auch der erste künstlerische Generalausbauplan des Tierparks oblag. Exotische Baukunst erfreute sich damals großer Beliebtheit, transportierte sie doch die fremde Welt der Kolonien in die vertraute Umgebung der Heimat. Die orientalisch anmutenden Kuppel aus Glas und Stahlbeton begeisterte dementsprechend die Besucher – und war gleichzeitig eine der ersten freitragenden Betonkuppel-Konstruktionen weltweit. Doch rund 100 Jahre sowie die ammoniakhaltige Luft im Innern des Elefantenhauses setzten der Bausubstanz zu. Im Jahr 2010 stürzte deshalb ein Teil der Decke ein. 2014 wurde die Dachkuppel schließlich aus Sicherheitsgründen gesprengt. Nach einer mehrjährigen Planungs- und Sanierungszeit konnte das Elefantenhaus am 28. Oktober 2016 dann nach feierlicher Eröffnung wieder in altem und neuem Glanz erstrahlen.

Schönheitsreparaturen mit Hindernissen

Eigentlich sollte das Elefantenhaus anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Hellabrunn im Jahr 2011 lediglich einen „frischen Anstrich“ erhalten.  Die ursprünglich ockergelbe Farbe sollte wiederhergestellt, ehemals vorhandene Oberlichter freigelegt werden. Doch kurz nach Beginn der Fassadenarbeiten stürzte im Jahr 2010 unvermittelt ein Teil der tonnenschweren Rabitzdecke ein. Das Elefantenhaus wurde sofort für Besucher gesperrt. Sechs Elefanten, drei Giraffen sowie sieben Pinselohrschweine, die gemeinsam in dem denkmalgeschützten Bau untergebracht waren, mussten schnellstens umquartiert werden. Der Zoo errichtete dazu mehrere Provisorien – auf unbestimmte Zeit, denn aus den Schönheitsreparaturen war über Nacht eine millionenschwere Generalsanierung geworden.

Sprengung trotz Denkmalschutz

Schon zu Beginn der Folgearbeiten zeigte sich, dass die Dachkonstruktion weit mehr als angenommen in ihrer Tragfähigkeit beeinträchtigt war. Unter dem Risiko, den Denkmalschutz für den historischen Bau zu verlieren, entschied man sich, die Dachkuppel vollständig zu sprengen, da eine Sanierung unmöglich schien. Am 12. September 2014 fiel die 18 Meter hohe und rund 300 Tonnen schwere Stahlbetonkonstruktion in sich zusammen. Da Grundmauern und Fundamente teilweise erhalten werden konnten beschloss man, das Elefantenhaus auf den alten Grundfesten wieder neu aufzubauen. Ziel war es, den Geist des berühmten und beliebten Wahrzeichens zu erhalten aber gleichzeitig ein modernes und artgerechtes Gebäude zu schaffen. Der Tierpark entschied sich schließlich für einen Neuaufbau der Dachkuppel als Stahl- und Glaskonstruktion. So war es möglich, die Bauweise des historischen Originals wieder aufzunehmen, mehr Lichteinfall zu generieren und gleichzeitig eine höhere Toleranz gegenüber den tierischen Ausdünstungen zu erzielen.

Wiederaufbau mit Verzögerungen

Für den Wiederaufbau stand ein verhältnismäßig knappes Budget von rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Dem beauftragten Ingenieurbüro gelang es jedoch, mittels Optimierung des statischen Systems, einer günstigen Querschnittswahl und einer Anpassung auf die Möglichkeiten der ausführenden Stahlbaufirma den Herstellungsaufwand zu senken und so im Kostenrahmen zu bleiben. Doch zuerst machten negative Statikprüfungen weitere Rückbau- und Abbruchmaßnahmen nötig, sodass am Ende nur rund 20 Prozent der alten Mauern erhalten werden konnten. Die zwölf Trägerelemente wurden schließlich statisch verstärkt und dienen als heute wieder als Raumgerüst für die neue Dachkuppel. Mittels iterativem Algorithmus errechneten die Ingenieure die exakten geometrischen Parameter für die Dachkonstruktion. Entstanden ist eine ellipsoide Form, mit der die noch vorhandenen Stützen ideal erreicht und gleichzeitig die historische Dachform eng nachempfunden werden konnte.

Stahlkonstruktion für 664 Quadratmeter Dachfläche

Sowohl die Haupt- als auch die vier Seitenkuppeln erhielten eine eigens angefertigte Stahlkonstruktion mit einer Fläche von insgesamt 664 Quadratmeter. Möglich machte das ein BA-Verglasungssystem der JET-Gruppe, das auf der Stahlunterkonstruktion aufgebracht wurde. So können weder hohe Windlasten noch Schlagregen oder vergleichbare Extremwetterereignisse dem neuen Dickhäuterdomizil etwas anhaben. Belüftungsflügel gewährleisten den Luftaustausch. Ammoniakdämpfe können damit künftig abziehen, statt die Raumluft zu beeinträchtigen. Auch die fünf historischen Dachkronen wurden zwischenzeitlich restauriert. Sie bilden mit ihren 1,20 und 1,50 Meter hohen ‚Wimpel‘ den Abschluss der Hauptkuppel und der vier Seitenkuppeln. Jede Dachkrone besteht aus Kupferblech und wiegt rund 30 Kilogramm. Zur Eröffnung des Zoos im Jahr 1914 waren sie mit Blattgold überzogen worden, doch auch an ihnen hatte der Zahn der Zeit genagt. Zur Finanzierung der kostspieligen Restauration hatte der Tierpark um Spenden gebeten – die Kosten pro Krone beliefen sich auf rund 9.000 Euro. Auch die restaurierten Fenster befinden sich wieder an ihrem Platz. Mit Fingerspitzengefühl und technischer Raffinesse gelang es Planern und ausführenden Firmen, mit der transparenten, filigranen Konstruktion den orientalischen Charme des historischen Vorläuferbaus wieder aufleben zu lassen.

Neueste Erkenntnisse für glückliche Elefanten

Auf fast 1.000 Quadratmetern Fläche findet die Herde nun genügend Platz, um sich zu bewegen, zu entspannen und zu fressen. Das Herzstück des Elefantenhauses bildet ein großer Freilaufbereich mit unterschiedlichen Bodenbelägen: Sand dient der Hautpflege, harter Naturbodenbelag der Abnutzung der Fußsohlen. Ein zusätzlicher Bereich mit Gummiboden schont die Gelenke. Im drei Meter tiefen und 90 Quadratmeter großen Tauch-Badebecken mit Wasserfall und Strömungsdüsen können die Dickhäuter planschen und Körperpflege betreiben. Da Elefanten ihr Futter gerne waschen, wurde eigens ein separates Futterwaschbecken für das Säubern von Obst und Gemüse installiert. Sieben unterschiedlich große Boxen dienen den Tieren als Ruhezonen. Sie sind mit den anderen Boxen und der Freilauffläche verbunden, wobei jede Innenbox einen eigenen Außenzugang hat. Zwei Trainingsboxen bieten Platz für die Arbeit mit den Tieren. Heute gilt das Prinzip des „geschützten Kontakt“, bei dem Tierpfleger mit den Elefanten über eine sichere Absperrung hinweg trainieren. Alle Boxen sind rings um die Freilauffläche angeordnet, lassen sich aber je nach Bedarf vom übrigen Raum separieren. Der Besucherbereich wurde neben einer ebenerdigen Plattform auch als Galerie ausgeführt, sodass große und kleine Zoobesucher eine spektakuläre Sicht auf die Herde haben. Doch im Gegensatz zum historischen Vorbild haben nun die Elefanten deutlich mehr Platz als die Zuschauer. Wie sich zeigte, ist die Rekonstruktion des Elefantenhauses nicht nur in architektonischer Hinsicht ein Gewinn, auch die Bewohner freuten sich beim Einzug sichtlich über ihr neues Zuhause.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK-Reportage entstanden.

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Architekturfotografie Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn München

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Homepage Tierpark Hellabrunn München
Bautagebuch Elefantenhaus
Bauvorhaben Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn

Hochschule Weihenstephan Freising

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising: Bildungseinrichtungen stellen Planer und Architekten meist vor besondere Herausforderungen. Denn neben Funktionalität und Wirtschaftlichkeit stehen Repräsentativität und architektonische Qualität an erster Stelle. Beim Neubau des Zentrums für Naturwissenschaftliche Grundlagen in Freising gelang es, all diese Kriterien miteinander zu vereinbaren.

 

Vom Kloster zum Musterlandwirtschaftsbetrieb, über eine Baumschule bis hin zur heutigen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf – der Hochschulcampus Freising-Weihenstephan hat eine bewegte Geschichte hinter sich und ist seinen Ursprüngen doch stets treu geblieben. Seit Jahrzehnten zum „Grünen Zentrum Bayerns“ weiterentwickelt beherbergt er heute neben Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen sowie dem „Center of Life Sciences“ auch den wichtigsten Teil der Hochschuleinrichtungen sowie weitere Institute, Landesanstalten und Organisationen, die den Standort strategisch nutzen können. Um den wachsenden Studentenzahlen und damit auch Angestellten sowie den hierfür notwendigen Flächen gerecht zu werden, hatte sich die Hochschule bereits im Mai 2007 für die Schaffung von 533 neuen Studienplätzen verpflichtet. Im Juni 2008 wurde der Bauantrag beim Bayerischen Wissenschaftsministerium gestellt, im Dezember 2010 erfolgte die Zustimmung. Schließlich entstand von April 2013 bis September 2016 auf einer Hauptnutzfläche von insgesamt 4.874 Quadratmetern das ‚Zentrum für Naturwissenschaftliche Grundlagen Freising‘. Mit rund 30 Millionen Euro hat sich der Freistaat Bayern an der Gesamtfinanzierung beteiligt um das Spitzenniveau der bayerischen Hochschulbildung zu sichern. Die Einrichtung gilt als Kompetenzzentrum, in dem ökologische und ökonomische Belange miteinander verbunden werden und bietet Platz für zusätzliche Hörsäle, Seminar- und Laborräume.

Multifunktionstalent hinter Glas

Mit dem aus zwei Baukörpern bestehenden Gebäudekomplex sollte ein gestalterischer Akzent auf dem Campusgelände gesetzt werden. Der Hörsaalkubus mit seiner hinterlüfteten Fassade aus transluzentem Glas stellt den Anker für den angeschlossenen Langbau dar und markiert gleichzeitig den Eingangsbereich des Campus. Auf einer Achse mit dem Praktika- und Hörsaalgebäudes der Technischen Universität München gelegen beherbergt der Langbau insgesamt 1.150 Quadratmeter Laborfläche, drei EDV-Räume, sowie etwa 1.000 Quadratmeter Bürofläche. Im Kubus hingegen finden sich auf 2.000 Quadratmetern vier Hörsäle für insgesamt 500 Personen, drei Seminarräume und die Räume der Agrarsystemtechnik. Auch das Foyer, eine Cafébar, Versammlungs- und Aufenthaltsstätten sowie ein Werkstattbereich sind hier untergebracht. In den Fluren dienen mit Sitzgelegenheiten versehene Nischen als Verweilräume für die Studenten. Aufgrund des Höhengefälles stellt sich der Komplex nordseitig als viergeschossiges Gebäude, südseitig als dreigeschossiges Gebäude dar. Beide Baukörper wurden in Stahlbetongeschossbauweise ausgeführt. Während der Langbau durch die geradlinig gesetzten Fenster der vielen Büros gegliedert wird, setzt sich der Kubus durch seine transluzente Glasfassade selbstbewusst ab. Da die Unterkonstruktion aus Beton leicht sichtbar bleibt erhält die Fassade Tiefe und Struktur. Das über alle Ebenen nach Osten und Westen verglaste Foyer vermittelt dem Besucher eine räumliche Leichtigkeit und gibt den Blick auf die streng gestaltete Gartenanlage sowie die Außenanlagen mit Campusplatz und Parkplätzen frei. Zur Gewährleistung der Barrierefreiheit verfügt der Neubau über entsprechende Aufzüge und Toiletten, die Hörsäle wurden eigens mit induktions-basierenden Audiosystemen für Hörbeeinträchtigte ausgestattet.

Energetik spielt eine prominente Rolle

Um dem wissenschaftlichen Anspruch auch in gebäudetechnischer Hinsicht gerecht zu werden, wurden hohe Vorgaben an die energetische Bewirtschaftung des Neubaukomplexes gestellt. Zugrunde lagen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2013. Hochgedämmte Fassaden sowie eine Dreifachverglasung sorgen für eine effiziente Außenhülle. Wärme bezieht die Hochschule in Form von Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung auf regenerativer Hackschnitzel-Basis. Intelligente Gebäudetechnik wie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine hauseigene, 180 Quadratmeter große Photovoltaikanlage sorgen für weitere Energieeinsparung. Jährlich kann so die Emission von Kohlenstoffdioxid um 2,6 Tonnen reduziert werden. Die maschinelle Kühlung des Serverraums führt hierbei gewonnene Abwärme wieder dem Heizungssystem zu, sodass kaum Energie verloren geht. Dank der sorgfältigen Planung konnten die Anforderungen der EnEv letztlich sogar um 30 Prozent unterschritten werden. Mit dem Neubau des Zentrums für Naturwissenschaftliche Grundlagen Freising befindet sich die Hochschule somit nicht nur hinsichtlich der wachsenden Studentenzahlen auf der Höhe der Zeit, sondern auch im Hinblick auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit. Seit Oktober 2016 steht der Neubau Studenten aus aller Welt offen und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Bildungs- und Forschungslandschaft in Bayern.

Das Architekturfotografie-Projekt ist im Rahmen einer BAUWERK Reportage entstanden.

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Architekturfotografie Freising Hochschule Weihenstephan

Weitere Informationen zum Architekturfotografie-Projekt:

Homepage der Hochschule Weihenstephan
Hochschule Weihenstephan bei Süddeutscher Zeitung